Das Überprüfen der visuellen Erscheinung von Webseiten in verschiedenen Browsern gestaltet sich oft nicht leicht. Wir haben bereits über die Probleme der unterschiedlichen Darstellungen berichtet, die es zu reduzieren gilt. Am einfachsten hat man es dabei noch, wenn man auf die diversen Online-Tools zurück greift, welche man im Netz finden kann.
Die Funktionsweise dieser Hilfsmittel ist dabei nahezu überall gleich. Man wählt die gewünschten Browser und Betriebssysteme aus, gibt die Adresse der Webseite ein und schickt die Anfrage ab. Je nach Anbieter dauert es dann eine Weile, bis die angeforderten Screenshots zur Einsicht und zum Download bereit stehen.
Die Nachteile
Zwar ist es praktisch, auf diese Weise viele verschiedene Browser zu überprüfen, die Nachteile liegen aber auf der Hand. Mit diesem Verfahren ist es zum Beispiel nicht möglich, selbst auf der Webseite zu surfen und auch die Unterseiten auf korrekte Anzeige zu überprüfen. Dafür müsste man für jede Unterseite separat Screenshots anfordern, was sogar manchmal technisch garnicht möglich ist (Bsp. Overlay). Ein weiterer Aspekt ist der Zeitfaktor. Das Testen über solche Tools kann sich unter Umständen einige Zeit hinziehen, da man oft auf einen Screenshot warten muss. Bei kleinen Änderungen lohnt sich dies meist nicht. Außerdem kommen die Online-Tools in der Entwicklungsphase für Webmaster oft nicht in Frage, da die Webseite meist offline, sprich lokal, entwickelt wird.
Die Vorteile
Trotz der Nachteile gibt es auch Vorteile durch diese Tools. Der Wichtigste ist dabei, dass man ohne solche Tools nur schwer ein so großes Spektrum an Webbrowsern abdecken könnte. Es gibt zwar Unterschiede in den Angeboten, aber kombiniert man diese, bleiben beinahe keine Wünsche mehr offen. Zudem kann man davon ausgehen, dass die Test-Browser jeweils störungsfrei laufen und muss sich somit nicht selbst um deren Installation kümmern. Trotz Wartezeit spart man also einiges an Zeit ein.
Die Online-Dienste
Einige Webseiten bieten solche ‘Testcenter’ an. Unterschiede gibt es im Umfang sowie im Preis. Wer für solch einen Service bezahlt, der genießt auch Vorzüge.
BrowserShots bietet seinen kompletten Umfang kostenfrei an. Es können unzählige Browser auf Systemen wie Windows, Linux oder BSD getestet werden, allerdings bietet BrowserShots derzeit kein Mac OS mehr an (Stand 03.2010). Der Service funktionierte im Test gut, man muss für die Screenshots nur eine Wartezeit dulden, die je nach Browser und System variiert. Allerdings kann man für einen monatlichen Beitrag diese Zeit auch verkürzen. Praktisch: die erstellten Screenshots kann man nicht nur online anschauen, sondern auch in einem Paket herunter laden.
Der NetRenderer von MeineIPAdresse.de ist ein freies Online-Tool und arbeitet gut sowie zuverlässig. Getestet werden können hier allerdings nur die verschiedenen Versionen des Internet Explorers. Dort sind aber alle derzeit relevanten Varianten auswählbar. Sogar Vergleiche lassen sich mit diesem Tool rendern.
Vom Umfang her eine Alternative zu BrowserShots ist die Seite BrowserCam. Auch hier gibt es viele Betriebssysteme mit unterschiedlichsten Browsern zum Testen. Leider ist dieser Service kostenpflichtig. Es gibt aber einen kostenfreien 24 Stunden Testzugang.
Zu guter Letzt ist BrowsrCamp noch erwähnenswert. Auch dieser Dienst ist kostenpflichtig, bietet allerdings kostenfreie Screenshots eines Safari 3 Browsers auf Mac OS X an. Wartezeit gibt es hierbei kaum.
Fazit
Ob kostenpflichtig oder nicht, alle Online-Dienste haben eines gemeinsam: sie können einen manuellen Test der Webseite, insbesondere der Unterseiten, nicht ersetzen. Zumindest Standard Systeme sowie gängige Browser sollte man mittels Multiple Browser Installationen zusätzlich selbst testen.
1 Kommentar zu " Browsertests: Darstellung mit Online-Tools testen "
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