Webmaster stehen heute beim Umsetzen eines Internetauftritts vor einem großen Problem. Während man im Print-Bereich beispielsweise beeinflussen kann, wie das Medium beim Kunden oder Konsumenten aussieht, ist das im Netz bei Weitem nicht mehr so einfach.

Die generellen Probleme
Der Grund sind simple und offensichtliche Faktoren, die man als Webdesigner nicht beeinflussen kann. Jeder User kann schließlich selbst wählen, welches Betriebssystem, welche Bildschirmauflösung und auch welchen Browser er benutzt. Bei der Auflösung des Monitors kann man heute (WebHits.de - Stand 15.03.2010) mittlerweile auf mindestens 1024 Pixel Breite setzen. Das kleine Format 800×600 scheint vollends veraltet und wird kaum bis garnicht mehr verwendet (2,6%).
Bei den Webbrowsern ist dies allerdings nicht so einfach. Anzeigeunterschiede kann es sogar mit dem gleichen Browser auf verschiedenen Betriebssystemen geben. Diese sind dann zwar meist gering, verdeutlichen aber, wie schwierig es werden kann, seine Internetpräsenz überall gut darstellen zu lassen.

Die Situation heute
Browser Mozilla Firefox, Internet Explorer, Apple Safari, Opera, Google ChromeVoraussetzung für eine entsprechend fehlerfreie Darstellung sind Testläufe in allen erdenklichen Browsern des Marktes. Dabei reicht es manchmal leider nicht aus, nur mit der neuesten Version eines Webbrowsers zu testen, da zwischen den Releases enorme Unterschiede liegen können.
Das beste Beispiel dafür ist der Microsoft Internet Explorer. Wer seine Seite für den Großteil der Webuser optimieren möchte, kann auf den IE mit fast zwei Dritteln des Nutzungsanteils nicht verzichten. Das heikle an dieser Geschichte: der Internet Explorer ist gleich mit drei wesentlichen, aber verschiedenen Versionen verbreitet. Neben den neueren Entwicklungen des IE 7 sowie 8, die auch standardkonformen Quellcode einigermaßen ansprechend darstellen, ist der am meisten verbreitete Internet Explorer allerdings immer noch der IE 6. Die beiden anderen Versionen machen zusammen gerade einmal etwas mehr als die Hälfte des IE-Nutzeranteils aus (WebHits.de - Stand 15.03.2010).

Daher ist es wichtig, die Webseite zumindest in den führenden Browsern zu überprüfen. Dazu gehören die genannten Internet Explorer Versionen 6, 7 sowie 8, der Mozilla Firefox sowie der Apple Safari. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der kann auch die Browser Opera und Google Chrome noch testen. Allerdings spielt sich bei den genannten Browsern Ähnliches ab, wie beim Internet Explorer.
Generell sind verschiedenste Versionen eines Browsers im Umlauf. Zum Glück ist das Rendering meist aber besser als beim IE und entspricht mehr dem gewünschten Ziel bei standardkonformer Programmierung. Außerdem sind die Unterschiede in der Darstellung zwischen den verschiedenen Versionen nicht so gravierend wie beim Internet Explorer.

Die Lösungen
Um eine Webseite in vielen Browsern zu testen, gibt es mehrere Wege. Welcher der beste ist, hängt dabei von den eigenen Ansprüchen ab.
Im Netz findet man zahlreiche Online-Tools, die Screenshots einer Webseite in diversen Browsern erstellen und anschließend online zur Einsicht bereit stellen. Jede Unterseite zu überprüfen wird dabei mühsam. Eine Alternative wäre die Installation älterer Browserversionen auf dem eigenen Rechner, was allerdings auch Komplikationen mit sich bringen kann.
Auf diese beiden Lösungen gehen wir in noch folgenden Artikeln etwas genauer ein. Eine sauberere Lösung sind da virtuelle Maschinen, auf denen man jeweils ein paar, sich nicht beeinflussende, Browser installiert. Allerdings ist dies sehr aufwändig sowie anspruchsvoll und lohnt sich nicht für Gelegenheits- oder Hobby-Webmaster.

2 Kommentare zu " Browsertests: Probleme der unterschiedlichen Darstellung "

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