Nachdem bereits erläutert wurde, wie man eine htaccess-Datei erstellt, können wir einen Schritt weiter gehen und die Möglichkeiten einer solchen Datei näher erläutern. Dafür gibt es allerdings zuvor noch ein paar Dinge, die man wissen sollte.
Was bedeutet ‘htaccess’ eigentlich?
Ausführlich geschrieben steht dies für “hypertext access” was wiederum bedeutet, dass über diese Konfigurationsdatei Zugriffsrechte für den so genannten Hypertext gesteuert werden. Diese Einstellungen werden bei jeder Serveranfrage gelesen und in Kraft gesetzt.
Wo speichert man eine .htaccess ab?
In den meisten Fällen wird die .htaccess direkt in das Root-Verzeichnis der Webseite hochgeladen. Das bedeutet, dass die Datei im Hauptordner liegt und von dort aus alles steuert. Es gibt aber auch Situationen, die es notwendig machen, dass eine htaccess-Datei in einen Unterordner gespeichert werden muss.
Dies tritt dann ein, wenn man zum Beispiel einen bestimmten Unterordner mit einem Passwort schützen möchte. Dafür wird eine separate .htaccess angelegt, die in dem zu schützenden Ordner gespeichert werden muss. Zu diesem Thema aber an anderer Stelle mehr.
Mehrere htaccess-Dateien
Die Situation, dass eine .htaccess im Hauptordner sowie eine in einem Unterordner gespeichert ist, kommt daher öfter vor. Angenommen, man verwendet auf seinem Server in dieser Konstellation zwei solcher htaccess-Dateien, dann ist zu berücksichtigen, dass deren Regeln bzw. Befehle sich gegenseitig überschreiben können. Dies trifft allerdings nur zu, wenn in beiden Dateien gleiche Regeln aufgestellt werden.
Gehen wir einmal davon aus, dass beide htaccess-Dateien je eine Regel für eine 404 Fehlerseite enthalten. Falls eine im Unterordner aufgerufene Seite nicht existiert wird hier dann auf die .htaccess des Unterordners zugegriffen. Diese 404 Regel würde demnach die des Root-Verzeichnisses überschreiben.
Potential einer .htaccess
Mit einer htaccess-Datei hat man viele Möglichkeiten, das Geschehen auf seinem Webserver zu steuern bzw. zu beeinflussen:
- Webseiten umleiten bzw. weiterleiten (301 Redirect)
- Weiterleitungen auf individuelle Fehlerseiten (404 Error etc.)
- Umschreiben der Adresszeile für SEO-Links (mod_rewrite)
- Passwortschutz von Ordnern (mittels htpasswd Datei)
- Zugriffe über IP Adressen blockieren/erlauben
- www in der Domain erzwingen oder unterbinden
- zeitgesteuerte Features
- Standard-Seite ändern (Directory Index)
- Ordner Inhalt Anzeige ein- oder ausschalten (Directory Listing)
- Bilder vor Hotlinking schützen
Dieser Funktionen beschreiben wir in separaten Artikeln und geben somit einen Einblick in die Möglichkeiten einer htaccess Datei.
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