Heute ist es für Webmaster dank der Möglichkeiten nahezu unerlässlich, Statistiken über die Besuche der eigenen Webseite erstellen zu lassen. Die Zeit der simplen Counter ist bereits lange vorbei. Heute gilt es eher jedes Detail zu erfahren um die Webseite besser und vor allem gezielter optimieren zu können. Dafür wird häufig Google Analytics als erste Wahl eingesetzt. Sofern man sich als Webmaster aber nicht zu hohe Ziele steckt, kann man Piwik als zunehmende Konkurrenz ansehen.
Als erklärte Alternative zu Google Analytics punktet Piwik vor allem durch die Open Source Eigenschaft. Die GPL lizenzierte Webanlyse-Software kann herunter geladen und auf dem eigenen Webserver installiert werden. Ein deutlicher Vorteil gegenüber Google Analytics, denn auf diese Weise kann man sich darüber sicher sein, wer alles Zugriff auf die Statistiken hat und ist “Herr über seine Daten”.
Visuell steht Piwik der Konkurrenz in nichts nach. Die Fülle von Informationen wird übersichtlich und sehr anschaulich aufbereitet präsentiert. Sämtliche Zahlen lassen sich tabellarisch oder alternativ in mindestens einer Diagrammform darstellen und sind zudem elegant animiert. Besonders erwähnenswert: die Berichte der Piwik Webanalyse werden in Echtzeit erstellt!
Piwik ist auf die jeweiligen Bedürfnisse anpassbar. Die Übersicht lässt sich beliebig individualisieren, der zu betrachtende Zeitraum ist variabel und Ziele können unkompliziert definiert sowie kontrolliert werden. Außerdem bekommt der User die Möglichkeit, die Statistiken auch auf seiner Webseite einzubinden. Ein echter Vorteil.
Für den Fall, dass man mehrere Webseiten betreibt, deren Statistiken alle mittels Piwik realisiert werden sollen, ist es nicht notwendig, die Software mehrmals zu installieren. Piwik bietet die Möglichkeit, mehrere Projekte anzulegen, zwischen denen später mit einem einfachen Klick hin und her gewechselt werden kann. Google Analytics kann dies aber auch.
An Flexibilität gewinnt Piwik durch Plugins. Die integrierte API macht es möglich, dass Entwickler eigene Erweiterungen schreiben können. Sofern diese mit der Community geteilt werden, kann auch jeder andere Piwik User diese Funktionalitäten nutzen.
Was benötigt man für die Installation von Piwik?
Für die Installation von Piwik wird ein Webserver benötigt, der mindestens über PHP 5.1 und eine MySQL Datenbank verfügt. Sobald man die aktuellste Version von Piwik herunter geladen hat, muss die Datei entpackt und deren Inhalt auf den Webserver geladen werden.
Die Installation läuft bis auf ein paar Ausnahmen (Angabe von Userdaten des Admins und Zugangsdaten der MySQL Datenbank) vollautomatisch ab. Herstellerangaben zu Folge bedarf es lediglich fünf Minuten, bis Piwik einsatzbereit ist. Ähnlich wie bei Google ist auch hier ein Tracking-Code in die Website einzusetzen.
Zu Guter Letzt sei zu erwähnen, dass neue Updates automatisch erkannt werden. Der Admin muss nur mit wenigen Klicks aktiv werden, der Rest des Updatevorgangs und seiner Anpassungen wird automatisch vollzogen.
Piwik oder Google Analytics?
Ob Piwik als Alternative zu Google Analytics zu sehen ist, muss man an den eigenen Bedürfnissen messen. Technisch gesehen bleibt Piwik im Umfang hinter Google Analytics zurück. Manche Autoren bezeichnen Piwik als einen “besseren Counter”, da sich Google Analytics besonders durch Analysetools individuell auszeichnen kann. Davon profitieren aber hauptsächlich ambitionierte Webmaster, die zudem mit einer Unmenge an Impressions rechnen können.
Wer sich bei der Analyse seiner Webseite mit einfachen, aber umfangreichen Aufzählungen zufrieden geben kann, der ist mit Piwik gut ausgestattet. Sofern man aber etwas mit Segmentierung, personalisierten Berichten oder zum Beispiel E-Commerce-Tracking anzufangen weiß und diese Funktionen benötigt, ist man bei Google Analytics an der richtigen Adresse.

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