Dies ist eine Thematik, mit der sich bestimmt jeder Webmaster einmal auseinander setzt. Vorweg kann man allerdings direkt sagen, dass es keine Möglichkeit gibt, seinen Quelltext vor neugierigen Blicken zu schützen. Wer diesen sehen möchte, der bekommt ihn auch irgendwie zu sehen. Schließlich muss auch ein Webbrowser den Quelltext “sehen”, um diesen interpretieren und die Webseite darstellen zu können.

Es gibt aber Verfahren, die es zumindest erschweren, den Quelltext einzusehen. Allerdings hat alles seine Vor- sowie Nachteile und jeder muss abwägen, ob sich dieser Zusatzaufwand lohnt oder nicht. Teile des Quellcodes könnten durch die folgenden Maßnahmen auch an Relevanz und Lesbarkeit für Suchmaschinen einbüßen.

Leere Zeilen
Der wohl simpelste Weg besteht darin, vor den eigentlichen Quelltext eine Reihe an leeren Zeilen einzufügen. Dadurch scheint der Quellcode auf den ersten Blick leer, wenn man nicht auf die Scrollbar achtet. Zwar hat man dies schnell umgesetzt, allerdings hilft diese Methode auch kaum.

Sperren von User-Rechten
Es ist zudem möglich, dem User bestimmte Rechte in seinem Browser zu nehmen. So lässt sich die rechte Maustaste sperren, oder das Nutzen der STRG-Taste und gar der Menüleiste für die Webseite unterbinden. Zwar sind diese Schutzmaßnahmen noch recht leicht umsetzen, ob diese aber angewendet werden sollten, steht auf einem anderen Blatt. Während die rechte Maustaste mit einem kleinen Script gesperrt wird, lässt sich der Gebrauch der Menüleiste nur unterbinden, wenn man ein neues Fenster mit entsprechenden Restriktionen öffnet, oder die Webseite in einem Frame anzeigt. Beide Varianten sind für eine gewöhnliche Webseite aber nicht zu empfehlen und auch nur begrenzt erfolgreich.

Verschlüsseln
Mit JavaScript hat man die Möglichkeit, seinen Quelltext verschlüsselt ausgeben zu lassen. Dazu nutzt man einen so genannten Encrypter, von denen es im Netz einige zu finden gibt. Ausgegeben wird dann ein Script-Tag, welches man nur noch in seine Webseite kopieren muss.
Für den Browser beleibt der Quellcode dabei lesbar, neugierige Blicke haben es allerdings erst einmal etwas schwerer. Allerdings soll erwähnt sein, dass es auch zu Problemen kommen kann, je mehr Quelltext verschlüsselt wird. Es wird daher empfohlen, nur unbedingt notwendige Codefragmente zu verschlüsseln.

Software

Es ist auch möglich, eine Lösung des Problems über den Software Weg zu suchen, allerdings ist dies nicht zu empfehlen. Es gibt an dieser stelle den Microsoft Windows Script Encoder sowie das Netscape Signing Tool. Allerdings funktioniert beides nur im entsprechenden Browser wie gewünscht, weshalb diese Software nicht als Lösung anzusehen ist und hier nicht weiter thematisiert wird.

Bilder
Als wohl nicht ganz ernst zu nehmende Variante des Quelltext Schutzes kursiert im Internet die Idee, die Webseite nur aus Bildern aufzubauen. So kann kein Text kopiert werden und es existiert erst gar kein strukturierter Quellcode, den es sich zu kopieren lohnt. Allerdings haben so auch Suchmaschinen ihre Schwierigkeiten.

Fazit
Resümierend bleibt festzuhalten, dass die am Quelltext vielleicht interessierten User, nämlich selbst Webmaster, auch oft die Fähigkeiten besitzen, einen versteckten, gesperrten oder verschlüsselten Quelltext einzusehen.

1 Kommentar zu " Quellcode schützen "

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