Um RSS-Feeds nutzen zu können bedarf es eines entsprechenden Feedreaders, auch Aggregator genannt. Von diesen kursieren derzeit etliche im Netz, die sich alle von einander unterscheiden. Dennoch kann man einen klaren Trennstrich ziehen und die Reader in zwei Gruppen einteilen: zu installierende Software und web-basierte Feedreader.

Zu installierende RSS-Reader, egal in welcher Ausführung, haben den Nachteil, dass man seine abonnierten Feeds an nur einem Rechner betrachten kann. Der Vorteil solcher Programme steckt häufig aber im Funktionsumfang.
Bei den web-basierten Feedreadern bedarf es, im Gegensatz dazu, keiner Installation. Voraussetzung ist hierbei allerdings immer eine Registrierung um den jeweiligen Reader nutzen zu können. Der Vorteil eines Online-Readers liegt aber auf der Hand: man hat auf seine abonnierten RSS-Feeds immer und von überall aus Zugriff.

Der Google Reader - es Bedarf lediglich eines Google Accounts.Aggregatoren, die eine Installation voraus setzen, gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Unzählige Reader, die sich auf die Plattformen Windows, Mac oder Linux verteilen, säumen den Markt. Einige wenige funktionieren sogar plattformübergreifend. Neben den Stand-alone Versionen ist es aber auch möglich, RSS-Feeds im Web-Browser zu abonnieren. Während der Firefox hier noch ein Plugin verlangt ist diese Funktion im Opera bereits integriert.
Vergleicht man dazu die web-basierten Reader, so ist klar, dass es dort solche Unterschiede nicht gibt. Allerdings stehen immer öfter auch mobile Versionen für Handys, Blackberrys oder dergleichen zur Verfügung um die RSS-Feeds auch auf dieses Medium zu transportieren.

Der Feedreader ist schlicht und in mehreren Sprachen verfügbar.Der richtige Reader
Letzten Endes muss aber jeder für sich selbst die geeignete Variante finden. Trotzdem sollte man bei der Auswahl des Readers auf ein paar Features achten. Als Leitfaden kann die folgende Checkliste dienen, um zum richtigen RSS-Feedreader zu gelangen:

Checkliste RSS-Reader

  • Betriebssystem*
  • Browser Plugin oder Stand-alone*
  • zur Verfügung stehende Sprachen
  • Möglichkeit des OPML-Imports**
  • unterstützte Formate RSS, ATOM, XML
  • verschiedene Interface-Ansichten möglich
  • diverse Funktionen
    • Feeds in Rubriken sortieren
    • Anzahl Aktualisierungen der Feeds
    • Filterfunktion für Feeds

* nicht bei web-basierten RSS-Readern
** Feedsammlungen können in OPML-Dateien exportiert bzw. daraus importiert werden; für den eventuellen Softwarewechsel notwendig

RSS Reader Sammlungen und Vergleich
Um nun einen geeigneten Feedreader zu finden durchforstet man am besten die zahlreichen Vergleiche und Auflistungen, die sich über das Netz verstreut auffinden lassen.

News Alloy funktioniert ähnlich wie der Google Reader. Eine echte Alternative.Mashable listet bereits einige Reader auf, ob web-basiert oder für die verschiedenen Plattformen.
Die Seite RSS-Verzeichnis führt ebenfalls Reader-Software sowie online-Reader auf und gibt ein paar beschreibende Zeilen hinzu.
Ein Artikel bei Zerbit vergleicht ausschließlich Online RSS-Reader. Zwar liegt das Erscheinungsdatum des Tests schon etwas zurück, dafür wurden die Reader hier aber sehr genau unter die Lupe genommen.
Bei Aggcompare findet man eine sehr umfangreiche Liste vor, in der unzählige Reader vergleichend aufgelistet sind. Hier sieht man schnell auf einen Blick, ob ein Reader das gewünschte Feature aufweist oder nicht.

Die beliebtesten Reader
Wer jetzt auf Grund der großen Auswahl nicht wirklich weiß, was er möchte, der kann sich die beliebtesten RSS-Viewer einmal anschauen. Investieren muss man an dieser Stelle nur etwas Zeit, da die folgenden Viewer alle samt kostenlos sind.

Der beliebte RSS Bandit bringt von Anfang an einige abonnierte Feeds mit.NewsAlloy als web-basierter RSS-Reader
Der Google Reader ist ebenfalls ein online Aggretator
Feedreader ist wohl die bekannteste Software von allen. Er kommt multilingual und auch auf deutsch daher.
Der RSS Bandit liegt in englischer Sprache vor, wird aber ebenfalls sehr gerne installiert.

Letzten Endes hängt die Entscheidung für oder gegen einen Reader davon ab, ob man mit seinen RSS Feeds mobil sein möchte oder nicht. Von überall aus Zugriff auf die abonnierten Feeds oder lieber einen oft größeren Funktionsumfang beim betrachten? Die Entscheidung liegt bei jedem selbst.

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