Die Liste aller Webhosting Anbieter ist lang und wird immer länger. Wer die Angebote aufmerksam vergleicht, merkt schnell, dass ein auf den ersten Blick sehr günstiges Angebot nicht immer die beste Wahl sein muss. Im folgenden Artikel möchten wir Tipps geben, auf welche Aspekte bei der Wahl des eigenen Webhosting Paketes - neben dem Preis - geachtet werden sollte.
Die meisten Anbieter locken mit viel Webspace (Festplattenspeicher, der zum Ablegen der Daten zur Verfügung steht). Hier gilt natürlich die ganz einfache Regel: je mehr, desto besser. Waren vor ein bis zwei Jahren noch 100-200 Megabyte Webspace die Regel, können Sie heute schon mehrere Gigabyte zu einem geringen Preis erwarten.
Vorsicht ist bei dem zugesicherten, kostenlosen Inklusiv-Traffic geboten. Als Traffic wird das Datenvolumen bezeichnet, welches beim Betrachten und Navigieren auf der Website entsteht.
Bei interaktiven Seiten oder Seiten mit vielen Bildern und vor allem bei Websites mit Flash Inhalten oder integrierten Videos kommen sehr schnell einige Gigabytes an Traffic zustande.
Wenn der zugesicherte Inklusiv-Traffic zu gering ist, drohen Nachzahlungen.
Hinweis zum Traffic:
Einige Anbieter bieten unlimitierten Traffic ohne Aufpreis. Hier ist Vorsicht geboten, denn einige dieser Anbieter verbieten dann in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Einrichtung trafficlastiger Elemente, wie Bilder oder Videogalerien!
Inklusiver Speicher und Traffic sind wohl noch die bekanntesten Features eines Webhosting Paketes. Damit sich der Kauf wirklich dauerhaft auszahlt, lohnt sich auch ein genauerer Blick auf die folgenden Punkte:
- Unterstütze Web- bzw. Scriptsprachen
Scriptsprachen, die speziell für die Anforderungen des Internets entwickelt wurden, gibt es viele. Die verbreiteten Technologien sind zurzeit Javascript, PHP, Perl und Java.
Viele dieser Scriptsprachen werden serverseitig abgearbeitet; daher ist es natürlich wichtig, dass der Server Ihres Webspace Paketes auch die Scriptsprachen versteht, welche Sie für Ihre Seite benötigen. Auch lohnt sich ein Blick auf Scriptsprachen, die vielleicht in Zukunft interessanter werden könnten. Wie sieht es zum Beispiel mit der Unterstützung für die neuer Programmiersprache Ruby aus? - Datenbanken
Viele Webhosting Provider beschränken die Anzahl der zu nutzenden Datenbanken.
Vorab sollten Sie also bedenken, ob Sie für Ihre Projekte eigene Datenbanken brauchen. Wenn dem so sein sollte, lohnt sich ein Blick auf die unterstützen Datenbank Modelle. Gerade bei sehr geläufigen Datenbanken wie MySQL lohnt sich zudem der Blick auf die Versionsnummer. So bietet MySQL ab der Version 5 viele neue Funktionen, die unter anderem auch die Sicherheit verbessern. - Wird die Erreichbarkeit garantiert?
Wartungsarbeiten sind notwendig, aber viele Hosting Anbieter geben keine Garantie, dass Ihre Seite außerhalb der üblichen Wartungszeiten jederzeit erreichbar ist. Da eine solche Ausfallzeit mitunter allerdings sehr teuer werden kann, sollten Sie darauf achten, dass die Erreichbarkeit auf hohem Niveau gewährleistet wird. - Welcher Webserver verarbeitet die Anfragen an meine Seite?
Die zwei üblichen Systeme sind der Apache http Server und das Microsoft Pendant, die Microsoft Internet Information Services (IIS Server). Beide Systeme gibt es in verschiedensten Ausführungen und Konfigurationen, daher lohnt sich auch hier der prüfende Blick. - Welche Hardware wird verwendet?
Damit die Anfragen an Ihre Website schnell verarbeitet werden können, ist es wichtig, dass Ihr Webhosting Paket auf leistungsstarke und für Webanwendungen optimierte Hardware zugreifen kann. Besonderes interessant in diesem Zusammenhang sind die Angaben des nutzbaren Arbeitsspeichers (RAM) und der Prozessorleistung (CPU).

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