Mit der angedachten zweiten Version von XHTML etabliert sich ein Wettstreit zweier Markup-Sprachen, welche der beiden sich in Zukunft im Internet durchsetzen wird. Ähnlich dem HTML 5 legt nämlich auch XHTML 2.0 Wert auf eine bessere Struktur und neue semantische Auszeichnungsmöglichkeiten.

Das <section> Element beispielsweise wird auch bei dieser Sprache eine wichtige Neueinführung sein und soll teilweise die Aufgaben eines <div> Tags übernehmen. Außerdem werden nummerierte Überschriften der Vergangenheit angehören. Eingesetzt wird zukünftig nur noch ein <h> Element, welches seine Gewichtung durch die unterschiedlich tiefe Schachtelung in <section> Tags erhält.
Die Semantik fördern soll zudem das Attribut “role”, mit dem man einem bestehenden Element eine zusätzliche Bedeutung zuordnen kann. Besonders für die Indexierung der Webseiten durch Suchmaschinen ist das förderlich. Interessant ist ebenfalls die Möglichkeit, jedem Element ein “href” Attribut geben zu können. Somit kann jedes Tag zu einem Link werden und das <a> Element wird eigentlich überflüssig.
Genau wie bei HTML 5 werden aber auch mit XHTML 2.0 bestimmte Tags verschwinden, die bisher nur der reinen Textformatierung dienten.

Erreichen möchte man neben mehr Struktur und Semantik auch eine Annäherung an eine gewisse Plattformunabhängigkeit, die gleichzeitig auch die Benutzerfreundlichkeit steigern wird. Schlanker, schneller, besser und vor allem sinnvoller. Durchaus noble Ziele, deren Erfüllung trotz der bisherigen Entwicklungen noch etwas auf sich warten lassen wird. Welche Sprache von HTML 5 und XHTML 2.0 letztendlich das Rennen macht ist ungewiss. Fest steht aber schon heute, dass die neuen Entwicklungen beider Sprachen eine Bereicherung für Webdesigner sein werden.

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